Im Rahmen unserer Kooperation mit myclimate kompensieren wir alle CO2-Emissionen, die auf Pinkbus-Fahrten anfallen. Diese CO2-Kosten übernehmen wir und nicht der Kunde, da wir als Reiseunternehmen es als unsere Verpflichtung und Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen ansehen, das Klima zu schützen. 

Bei dem ersten Projekt, das wir unterstützen, werden effiziente Kocher in ländlichen Haushalten in der Nähe des Kakamega-Waldes in West-Kenia installiert. Diese lokal produzierten Kocher reduzieren den Holzverbrauch und tragen dazu bei, die einzigartige Vegetation und Biodiversität des Kakamega-Regenwaldes zu bewahren. Die Kochstellen haben einen saubereren Verbrennungsprozess und stoßen daher weniger Ruß aus, was zu weniger Infektionen der Atemwege bei Frauen und Kindern führt. Die verminderte Abholzung und der verminderte Gebrauch von Brennholz reduzieren die Treibhausgasemissionen und die Frauen müssen weniger lang nach Feuerholz suchen.

 

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Kenias letzter übrig gebliebener indigener Wald

Zehntausende kenianische Familien haben bisher dank dem Projekt einen effizienten Kocher erhalten. Der Kakamega-Regenwald ist Kenias letzter übrig gebliebener indigener Wald und beherbergt eine immense Vielfalt an einzigartigen und bedrohten Tieren und Pflanzen. Der nördliche Teil ist geschützt und gehört zum Kakamega-Nationalpark. Trotz des geschützten Status ist der Regenwald aufgrund seiner attraktiven Ressourcen ernsthaft beschädigt. Die Region, die den Wald umgibt, ist eine der am dichtesten bevölkerten ländlichen Regionen der Welt – über 500 Einwohner leben auf einem Quadratkilometer – und 90 Prozent der Menschen sind abhängig vom Feuerholz und der Existenzgrundlage des Regenwaldes. Der Kakamega-Wald hat fast 50 Prozent an Fläche verloren seit 1933.

 

„Ich bin glücklich. Bevor ich den Kocher hatte, musste ich jeden Tag in den Regenwald, was ein 15-20 Kilometer langer Marsch ist mit all dem schweren Holz auf dem Kopf.“

Susan Muyanzi, 33 Jahre, Kakamega, Kenia

 

In den Haushalten der Projektregion wurden bisher traditionelle offene „Drei-Steine-Feuerstellen“ zum Kochen benutzt. Frauen und auch Mädchen verbrachten durchschnittlich 15 Stunden pro Woche mit dem Sammeln von Feuerholz im nahen Regenwald. Die Armutsrate in der Region um den Kakamega-Wald ist über 60 Prozent und die Arbeitslosenquote über 25 Prozent. Daher wurde eine einfache, erschwingliche und lokal produzierte Kochertechnologie gesucht, um den Holzverbrauch zu reduzieren und damit die Biodiversität und die einmalige Vegetation des Regenwaldes zu schützen und den CO₂-Ausstoß zu verringern. Heute sind über 90 Prozent der Haushalte in 3-5 Kilometer Entfernung des Regenwaldes in Besitz eines effizienten Kochers – ein Riesenerfolg!

Lokale Frauengruppen stellen Kocher her

Der natürliche Keramikkocher ist 35-50 Prozent effizienter als die bisherige offene Feuerstelle. Lokale, unabhängige Frauengruppen stellen die Kocher her. Der myclimate-Projektpartner vor Ort kauft den „Potter groups“ die Kocher ab und verkauft und installiert diese zu einem reduzierten Preis in den Haushalten.

„Als alte Frau bin ich froh, dass meine Töchter und deren Töchter nicht mehr die rauchigen Drei-Steine-Kochstellen ertragen müssen, mit denen ich ein Leben lang gelebt habe.“

Mama Fridah, Kakamega, Kenia

Darüber hinaus werden lokale Arbeitsstellen geschaffen, die Frauen und Mädchen sind weniger den schädlichen Rußpartikeln der offenen Feuerstellen ausgesetzt und müssen weniger Holz sammeln. Die freigesetzte Zeit nutzen die Frauen für ein Zusatzeinkommen wie Bienenzucht oder Kamillenprodukte. Mit solch kleinen Geschäftsmodellen kommen die Menschen im ländlichen Kenia auf eigene Füße – immens wichtig für eine Zukunftsperspektive im eigenen Land.

 

 

Das Projekt „Stoves for Life“ wird von der amerikanisch-kenianischen Organisation Eco2librium entwickelt und umgesetzt. 2018 wurde Eco2librium erneut als Best for the World NGOs von Bcorp sowie als Changemaker ausgezeichnet.